Transverter für das
3cm Band und QO-100 |
Der
Transverter ist für einen 2m Band Allmode Tranceiver TR-751E gedacht. Das
Gerät wurde auf einem Flohmarkt gekauft und hatte einige Macken. Wie so oft
hatte dar Lautstärkeregler einen schlechten Kontakt. Außerdem beträgt
die Ausgangsleistung nur noch 250mW. Für die vorliegende Anwendung spielt
das aber keine Rolle. Auch die Umschaltung der Betriebsmoden geht nicht mehr.
Es befindet sich im Automodus, d.h. die Betriebsmoden werden je nach Frequenz
umgeschaltet. Das spielt aber keine große Rolle, nur können 3-cm
Baken nicht empfangen werden da diese in den FM-Bereich fallen würden. Für
diesen Bereich kann eine eigene Umsetzung programmiert werden um die Baken in
den CW/USB-Bereich zu bringen.. |  | | |
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Das
HF-Schema ist im unteren Bild dargestellt. Das Empfangssignal wird im LNC (Bullseye)
auf eine erste Zwischenfrequenz im Bereich von 600..700MHz umgesetzt. Eine weitere
Umsetzung erfolgt in einem Mixer (IE-500) auf eine Frequenz im 2m-Band. Je nach
Band, X-Band SSB, X_Band Baken oder QO-100 liefert der die PLL eine LO-Frequenz
von 474, 474,8 oder 595 MHz. Für das Arbeiten im 3cm Band wird ein interner
LNC verwendet, für den Satellitenbetrieb ist ein externern LNC mit einem
Parabolspiegel vorgesehen. Im Sendebetrieb wird das Signal im 2m-Band mit einem
Up-Converter von DX-Patrol ins S-Band gemischt und im QO-100 Betrieb über
Verstärker auf die Antenne gebracht. Für den terristischen Betrieb im
3cm-Band wird das S-Band Signal weiter ins X-Band hochgemischt. Das LO-Signal
für den Mischer (12,8GHz) wird über einen Multiplier mit einer PLL erzeugt.
Die Referenzquelle für die PLL-Schaltungen ist ein OCXO-Quelle. Gesteuert
werden alle Schaltungsteile von einem Teensy 4.1 Microcontroller. |  |
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| Ein
wichtiges Bestandteil des Empfängers ist der LNC der letztendlich das Rauschen
und die Empfindlichkeit bestimmt. Hier wird ein Bulleye LNC verwendet, ein Teil
das für seine Rauscharmut und Stabilität bekannt ist. Für den internen
LNC wurde er geöffnet, die Platine ausgebaut und in ein neues Gehäuse
mit SMA-Anschlüssen eingebaut. |  |  |  |
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| Von
links nach rechts. Die Platine mit dem 10MHz OCXO, die PLL-Platine mit dem ADF5355,
ganz rechts der Mischer, das runde HF-Relais schaltet zwischen internen und externen
LNC um. |  |
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| Unten
im Bild der TX-LO der eine Frequenz von 12,8GHz liefert. Das Teil stammt vom Flohmarkt,
ebenso wie der rechts im Bild zu sehende Mischer der Sendesignal im 13cm-Band
ins X-Band hochmischt. Leider lieferte die PLL nur ein stark verauschtes Signal.
Deshalb wurde die eigentliche PLL still gelegt und eine neue PLL ( ADF4153) eingebaut
und nur der schon vorhandene Vervielfacher (x8) verwendet. Das vom Mischer stammende
Signal hat einen Pegel von -8dBm, muss also noch verstärkt werden. |  |  |
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| Über
dem 12GHz LO und dem Mischer sitzt der Up-Converter von DX-Patrol der das Signal
vom 2m-Transceiver ins 13cm Band umsetzt. Dieses Signal wird entweder dem Mischer
zugeführt oder für den QO-100 Betrieb auf den 13cm Sendeverstärkerzugeführt.
Die Umschaltung erfolgt mit einem SMA-Relais. Links im Bild ist das SMA-Relais
das am Eingang die Sende/Empfangsumschaltung vornimmt. |  |
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| |  | In
der obersten Etage ein Blech auf dem ein Verstärker für den 3cm Sendezweig
und das Ausgangsrelais bestigt sind. Darunter der LNC. Der Verstärker stammt
vom Flohmarkt und sollte eine Verstäkung von 38dB haben. Dieser Wert
konnte aber bisher nicht bestätigt werden, gemessen wurden nur 4dB. Unten
im Bild ist noch der Kühlkörper der 13cm Endstufe und derenSpannungwandler
zu sehen. Die nötige Betriebsspannung beträgt 20V und wird aus der zentralen
12V Schiene mit dem Wandler erzeugt. |
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| An
der linke Seite sitzt der Sendeverstärker für das 13cm Signal. Erliefert
etwa 3W Ausgangsleistung. |  |
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| Empfangsversuche:
Der untere linke Film zeigt den Empfang des Q0-100 mit einem externen LNB und
einer 60cm Parabolantenne. Im rechten Film der Empfang der 10GHz Bake DL0Wy auf
dem Wendelstein in einer Entfernung von etwa 60km. Als Antenne wurde ein 20dB
Horn verwendet. |  |  |
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| | Der
3cm Sender:
Das Sendesignal erscheint am Ausgang des Mischers mit
-8dBm. Mit dem 2-stufigem Verstärker wurden dann -4dB erreicht. Eine Untersuchung
des Verstärkers ergab dass er ziemlich schmalbandig ist. Die beschrifteten
38dB erreicht zwar nicht, aber auf 11,7 GHz sind's immerhin 13 dB. Aber bei dem
gewünschten Band ab 10,368 GHz werden nur die besagten 4 dB erreicht. Alle
Versuche das zu verändern, z.B. mit kapazitiven Fänchen schlugen fehl.
Im Gegenteil wurden die Verstärkung bei 11,7 GHz sogar nocht größer
und bei der Wunschfrequenz kleiner. Deshalb wurde ein neuer Verstärker
aufgebaut, basierend auf einer einer Platine aus einem LNB. Auf der Platine wurde
die Eingangssonde für den Hohlleiter entfernt und durch eine SMA-Buchse ersetzt.
Der Ausgang des Verstärkers zum Mischer wurde unterbrochen und auch hier
eine SMA-Buchse eingebaut. |  |
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| Im
ursprünglichem Zustand beginnt die Begrenzung bei etwa .3dBm Ausgangsleistung.
Nach dem Einbau eines etwas stärkeren Transistor, ATF137 und entsprechend
höherem Ruhestrom konnte der Wert auf etwa 2 dBm erhöht werde. |  | |
| | Am
Messplatz funktionierte der Vestärker ganz gut. Groß war die Enttäuschung
als nach dem Einbau in das Gerät nur noch etwa -8dBm am Ausgang erreicht
wurden. Die Ursache war schnell gefunden. Das Problem liegt am Mischer, an dessen
Ausgang auch das LO-Signal von 12,8 GHz mit hohem Pegel anliegt. Durch dieses
Signal wird der Verstärker schon in die Sättigung getrieben und somit
das Nutzsignal nur noch wenig verstärkt wird. Die Lösung des Problems
ist ein Filter zwischen Mischer und Verstärker. Zu diesem Zweck wurde ein
Bandfilter aus zwei Koaxresonatoren gewählt. Solche Filter, die kupferne
Rohrverschlüssen aus dem Sanitärbereich verwenden sind einfach aufzubauen
und der Abgleich ist auch nicht zu schwierig.Die Rohrkappen haben hier einen Durchmesser
von 13mm, die Innenleiter sind M3-Schrauben. Durch Ein- oder Ausschrauben der
Schrauben wird die Länge des Innenleiters verändert und so kann das
Filter abgestimmt werden. Mit dem Filter wird eine Abschwächung des LO-Signals
gegenüber dem Nutzsignal um 40dB erreicht.
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Der
Pegel nach dem Kappenfilter beträgt etwa 1 dBm. Mit einen nachgesetzten Verstärker
von MITEQ werden am Hohlleiterausgang.etwa 12 dBm erreicht. Natürlich
sind alle Pegel und Leistungsangaben hier mit Vorsicht zu betrachten. Billige
SMA-Kabel haben bei der Frequenz von 10GHz schon bemerkbare Verluste und auch
der Hohlleiterübergang von R120 auf SMA ist sicher nichr verlustfrei. Aber
man kann doch sagen dass die gemesenen Werte wahrscheinlich Minimalwerte sind. |  |
| | In
einem nächsten Schritt wurde die Hornantenne durch eine Schlitzarrayantenne
aus einer Sat-Flachschüssel ersetzt. Diese Antenne hat laut Hersteller um
die 30dB Gewinn, deutlich mehr als das Horn und ist zudem wegen dem verwendeten
Kunststoff deutlich leichter als das Messinghorn. Mit dieser Antenne konnte
nun auch die Wendelsteinbake auf dem heimischen Balkon in Mittersendling problemlos
empfangen werden. |  |  |
| | Ein
erster praktischer Test wurde auf dem Gipfel des Blomberg unternommen. Der Blomberg
liegt am Alpenrand circa 50km südlich von München. Der Gipfel ist einfach
mit einer Seilbahn zu erreichen. Von einem Bänkchen unterhalb des Gipfelkreuzes
hat freie Sicht übers Voralpenrand bis nach München und auch das 10GHz
Signal der Wendelstein-Bake ist, als Referenz gut zu empfangen. Leider war
an dem Tag zwar schönes Wetter aber auch ein eiskalter böhiger Ostwind.
Die Aktion lief etwas chaotisch ab weil immer wieder die Finger unter der Jacke
aufwärmt werden mußten um am Gerät etwas zu bedienen. Aber immerhin
konnte die Station von Helmut, DJ3NF in Dietersheim, nördlich von München
gut aufgenommen werden und auch das Signal von Helmut wurde am Blomberg einwandfrei
empfangen. Aber ein richtiges QSO kam leider nicht zustande |  |
Der
nächste Versuch erfolgte vom Turm des Deutschen Museums aus. Der Turm ist
ein idealer Standort für solche Tests. Natürlich kann man nicht so einfach
mit dem Transceiver ins Museum spazieren aber eine sehr hilfreiche Mitarbeiterin,
ebenfalls Amateurfunkerin, machte das möglich. Die Wendelstein-Bake ist
sehr gut zu empfangen und nach dem Drehen der Antenne nach Norden war eine sehr
gute Verbindung mit DJ3NF in Dietersheim möglich. Andere dem Verfasser bekannte
10GHz-Fans im Münchner Raum waren zu dem Zeitpunkt leider verhindert. |  | |
Nach
diesem Test wurde der Transverter wieder zerlegt um einen Teil der Bauteile in
einem Neubau wieder zu verwenden. |
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