Modell zur Mikrowellenausbreitung
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Mit diesem Modell soll die Analogie der Ausbreitung hochfrequenter Mikrowellen
(ca. 10GHz) zur Lichtoptik gezeigt werden. Zu diesem Zweck werden im Strahlengang
zwischen Sender und Empfänger verschiedene optische Elemente plaziert.
Als optisches Material für Mikrowellen eignen sich Kunststoffe, wie
Teflon, Plexiglas und Polyäthylen. Glas ist nicht so gut geeignet
das es Mikrowellen hoher Frequenz in erheblichem Maße absorbiert.
Für die folgenden Elemente wurde Acrylglas verwendet das bei einer
Frequenz von 10 GHz ähnliche optische Eigenschaften wie im sichtbaren
Bereich zeigt.
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| 1. |
schwarzes Papier |
zeigt die Duchsichtigkeit für Mikrowellen mancher
lichtdichter Materialien |
| 2. |
Prisma |
zeigt die Brechung von Mikrowellen mittels Prismen |
| 3. |
metallischer Spiegel |
zeigt Reflektion von Mikrowellen |
| 4. |
Polarisationsfilter vertikal |
zeigt die Polarisationseigenschaften von Mikrowellen |
| 5. |
Polarisationsfilter horizontal |
zeigt die Polarisationseigenschaften von Mikrowellen |
| 6. |
Absorptionszelle |
zeigt die starke Absorption von Mikrowellen durch Wasser |
| 7. |
kein Objekt |
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Die verwendeten Sender und Empfänger stammen aus
Doppler-Bewegungsmelder. Der Sender arbeitet mit einer Gunndiode, im Empfänger
sitzt eine Schottkydiode. Beide Module sind als Hörnchenstrahler
ausgeführt. Der Aufbau besteht aus einem Sender und zwei Empfänger.
Ein Empfänger für den direkten und ein Empfänger für
den gebrochenen b.z.w. reflektierten Strahlengang.
Die verschiedenen optischen Elemente werden auf einer Drehscheibe mittels
eines Schrittmotors nach einander in den Strahlengang gebracht.
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Der Gunnoszillator ist über die Betriebsspannung der Diode
mit etwa 1 kHz moduliert. Die Signalspannung an den Schottkydioden
in den Empfänger wird mit einer Transistorstufe verstärkt
und anschließend gleichgerichtet. Die Gleichspannung wird
mit einem Arduino Nano digitalisiert und auf einem LCD-Display angezeigt.
Der Arduino steuert auch den Schrittmotor für den Drehteller.
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| >Schaltplan
im PDF-Format< |
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Die Messwerte der verschiedenen Objekte |
| Objekt |
direkt |
abgelenkt |
| 1 |
ohne |
100 |
5 |
| 2 |
Papier |
100 |
5 |
| 3 |
Prisma |
2 |
56 |
| 4 |
Vert. Pola. |
0 |
4 |
| 5 |
Hor. Pola |
55 |
4 |
| 6 |
Wasser |
0 |
4 |
| 7 |
Spiegel |
0 |
46 |
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Man sieht dass
das schwarze Papier in Position 2 keinen Einfluss auf die Mikrowellen
hat, die Schwächung ist nicht größer als im freien
Strahlengang Position 1. Wasser, Position 6 lässt hingegen kein
Mikrowellen durch. Ebenso sperrt das vertikale Gitter den Strahlengang.
Der Spiegel und das Prisma lenken die Strahlen auf den 2. Detektor.
Das der 2. Detektor immer ein kleines Signal zeigt liegt an der schwer
zu kontrollieren Streustrahlung. Die Abmessungen der Objekte liegt
schon im Bereichder Wellenlänge von
ca. 3 cm. |
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