Elektronenspinresonanz
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Grundlagen: Auch die
Elektronen in einem Atom besitzen wie die >Kerne, NMR< eine magnetische
Eigenschaft die als Spinimpuls bezeichnet wird. Dieser Spinimpuls kann durch äußere
Magnetfelder beeinflusst werden. Allerdings ist hier die Präzessionsfrequenz
wegen der viel kleineren Masse der Elektronen deutlich höher. Da es hier
nur um die experimentelle Umsetzung geht wird nicht auf den theoretischen Hintergrund
eingegangen,, dazu gibt's genug im Netz. | | So gleich der experimentelle
Aufbau dem bei NMR-Messungen. Zur Erzeugung des statischen Feldes wurde ein >Elektromagnet<
verwendet. | Will man nur das Prinzip zeigen kann man mit relativ
niedrigen Feldern und Frequenzen arbeiten. Das setzt aber eine Probe voraus die
einen großen Effekt zeigt. Das Material der Wahl ist DPPH, 2,2-Diphenyl-1-Picrylhydrazyl,
das auch für den Versuch von Lehrmittelshops eingesetzt wird. Leider ist
DPPH, obwohl nicht besonders gefährlich, für Privatleute kaum zu bekommen. Aber
findige
>Experimentatoren< haben da einen Ausweg gefunden. Ebenfalls starke
Effekte zeigt der Complex TTF-TCNQ. Dieses Material wurde in besonderen Elkos,
sogenannte OS-CONs, des Herstellers Sanoy eingesetzt. Solche Elkos sind immer
noch zu bekommen und das Proben-Material, ein schwarzes Pulver, kann daraus gewonnen
werden. | |
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| Zwischen
den Polschuhen sitzt ein Plexiglasring als Träger für die Modulationsspulen
(80Wdg) und das Probenröhrchen in der Schwinkreisspule. Unter dem Probenröhrchen
ist ein Magnetfeldsensor befetigt. Der Oszillator,
>Schaltplan<, zur Anregung des Schwingkreises und Messung der Dämpfung
durch die Resonanz der Probe ist mit einer kurzen Semirigidleitung verbunden. |  |  |
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|  | Der
Oszillator schwingt bei 150MHz und somit sollte die Resonanz der Elektronen bei
einem Feld von etwa 5mT zu finden sein. Allerdings ist auch das Signal beim TTF-TCNQ
Komplex ziemlich klein deshalb wurde bei der Messung das Lockin-Verfahren angewendet.
Das Feld der Magnetspule wird durch das Feld der Modulationsspule mit einer Frequenz
von 1 KHz moduliert. Deswegen ist auch das Ausgangssignal des Oszillators der
die Dämpfung des Probenschwingkreis durch den ESR-Effekt misst mit 1kHz moduliert
und kann mit dem >Lockin-Verstärker< gemessen
werden. Die Messwerte werden mit einem ADC digitalisiert und an den Messrechner
übertragen. Der Messrechner steuert über einen DAC auch den Strom durch
die Magnetspule. Das Ergebniss der Messungen sind links im Bild zu sehen. Aufgrund
der Modulation wird die 1. Ableitung der Resonanzkurve gemessen. |
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Wie
schon oben erwähnt sollte der Effekt und auch die Auflösung mit steigender
Frequenz deutlich besser werden. Kommerzielle Geräte arbeiten deshalb im
Mikrowellenbereich, im X-Band bei 10GHz oder im K-Band bei 24GHz. Für
Messungen im X-Band was amateurmäßig gut möglich sein sollte wird
ein statisches Feld von über 300mT benötigt. Mit dem verwendeten Elektromagneten
können solche Felder durch Einlegen von NdFeB-Scheiben leicht erreicht werden.
Rechts ein Bild des Aufbaus. Auf die mit eine Epoxidplatte abgedeckte NdFeB-Scheibe
wurde die Modulationsspule gewickelt. Sie hat 100 Windungen und generiert ein
Feld von 1mT bei einer angelegten Spannung von einem Volt. Auch im Mikrowellenbereich
ist es am einfachsten einen "marginal Oscillator" zu verwenden. So spart
man Bauteile wie Zirkulatoren, Mikrowellengleichrichter u.s.w. Am einfachsten
baut man einen solchen Oszillator mit einer Gunn-Diode auf. Dieses, etwas veraltete
Bauelement ist mit etwas Glück noch bei Ebay und auf Flohmärkten erhältlich.
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 |  |  | Der
H102 Resonator ist aus einem Stück R100 Hohlleiter aufgebaut. Die Probe befindet
sich im Bauch des Magnetfelds. Die Gunndiode stammt aus einem russischen Bewegungsmelder.
Das Gebilde schwingt mit einer Bias von 9V, 200mA bei 10,16 GHz., mit eingeführtem
leeren Proberohr sinkt die Frequenz auf 10,06 GHz. Die Dämpfung der Cavity
durch die resonante Probe verändert im geringen Maße den Arbeitspunkt
des Gunnozillators. Die mit 1kHz modulierte Änderung wird mit einem Trafo
ausgekoppelt und mit einem Lockin-Verstärker gemessen. Kritisch ist die Einstellung
der Vorspannung des Gunnelements. Wird sie aber einmal gefunden bleibt sie auch
stabil. |
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| Mit einer
guten Einstellung können die Resonanzsignale auch ohne Mittelung in einem
Sweep gemessen werden. Auch das Signal einer Kupfersulfat-Hydrat Probe ist
einwandfrei zu messen. |
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