mit Halbleitern bestückter Transceiver für
das 2 m Band
|
| Das Herzstück der Schaltung
ist ein Generator IC >Si571<
von Silicon Labs. Das IC liefert Quarz genaue Frequenz in einem
weiten Bereich. Der Si571 hat dazu noch einen Eingang mit dem die Ausgangsfrequenz
moduliert wrden kann. Der Modulationsbereich beträgt +- 3kHz, genau
richtig für den NFM-Betrieb. Dazu kann das Gerät noch in den Betriebsarten
A1, A2, F2 und wie gesagt F3 betrieben werde. |
|
Sender:
Im Sendefall erzeugt der Si571 direkt die gewünschte Ausgangsfrequenz.
Das Signal wird in einem 2-stufigen Transistorverstärker auf ca.
200 mW angehoben. F2 und F3 werden direkt im Oszillator erzeugt. Für
A1 wird die Treiberstufe getastet, für A3 die Betriebsspannung der
Endstufe moduliert.
|
Empfänger:
Etwas aufwendiger ist der Empfänger ausgelegt. Hier wird das IC
>MC3363< von Motorola verwendet. Das Bauteil beinhaltet eine
kompletten Doppelsuperschaltung mit FM-Demodulator.Mit dem Bauteil wurden
schon bei >Wettersatellitenempfänger<
gute Erfahrungen gemacht. Für die A3-Demodulation wird dem MC3363 ein
TBA440 nachgeschaltet und für den A1 Betrieb wurde ein SA612 eingebaut.
Am TC440 wird eine Gleichspannung abgenommen die ein Maß für
die Stärke des empfangenen Signals ist. |
| Für die Steuerung des Gerätes wird
ein Arduino Nano eingesetzt der sowohl den Generator SI571 wie auch die
Relais zum Umschalten der Signalwege steuert. Zusätzlich erzeugt der
Arduino die Niederfrequenz für A2 und F2 Betrieb und den 1,750 kHz
Ton für Relaisbetrieb. Auch für die Frequenzablage bei Relaisbetrieb
sorgt der Arduino. Einem Analogeingang des Arduinos wird das Feldstärkesignal
zugeführt. Der gemessene Wert wird angezeigt und auch zur Squelchfunktion
verwendet. Das NF-Teil ist mit kleinen Verstärkern TDA2733 bestückt.
Lautsprecherverstärker und Modulationsverstärker haben getrennte
Signalzüge um nicht noch mehr Umschaltrelais einbauen zu müssen. |
|
|
| |
 |
Betrieb:
Beim Betrieb stellte sich leider heraus dass der Oszillator mit
einem unterschiedlichen Offset startet der bis zu 30 kHz betragen
kann. Bis zum nächsten Aus- und Einschalten bleibt dieser
Offset dann stabil auch wenn man die Ausgangsfrequenz ändert.
Der Grund für dieses Verhalten konnte leider nicht gefunden
werden. Gestörte I2C Signale scheiden aus, den dann müßte
sich der Offset bei jeder Frequenzeinstellung ändern. Ein
zur Probe eingesetzter Si570 (ohne Modulationseingang) zeigte
diese Verhalten nicht, aber FM-Betrieb ist mit diesem Baustein
natürlich nicht möglich. So blieb erstmal nicht anderes
möglich als mit einem zweitem Empfänger die Frequenz
zu kontrollieren und den Offset beim Abstimmen zu berücksichtigen.
Der Empfänger besitzt keinen Vorverstärker, nur einen
Eingangstrafo der die 50 Ohm des Eingangs auf den relativ hochohmigen
Eingang des MC3362 transformiert.
|
| Die Empfindlichkeit erreiocht bei weitem nicht die Werte des Datenblatts.
Am Messsender wird im A2,A3,F2 und F3 Betrieb eine Empfindlichkeit
von etwa -70 dBm erreicht. Bei A1 liegt der Wert etwa 10 dB niedriger. |
|
Ähnlich wie beim >Röhrengerät<
wurde eine zusätzliche Leistungsstufe mit Vorverstärker gebaut.
|
| |
 |
Als PA dient ein Verstärkermodul
>RA60H1317M<
dessen Leistung von 60 Watt aber nicht ausgenützt wird. Das Treibersignal
wurde so eingestellt dass etwa 8 Watt Ausgangsleistung im A1,F2 und
F3 Betrieb erreicht werden. Im A2 und A3 Betriebs sind es etwa 4 Watt.
Als Vorverstärker wurde ein gerade vorhandenes Modul französicher
Herkunft verwendet. Genauere Daten als der Frequenzbereich und die
Verstärkung sind nicht bekannt. Mit dem Verstärker beträgt
die Eingangsempfindlichkeit (FM) ca. -100 dBm. Für die Münchner
Relais und das Zugspitzrelais ist das vollkommen ausreichend.
Im Bild der Endstufe ist rechts der dicke Ringkerntrafo zu sehen,
davor die restlichen Bauteile des Netzteils.Links vorn der Vorverstärker
und dahinter der Kühlkörper mit dem PA-Modul.
In der Mitte hinten das Koaxrelais zum Umschalten der Antenne. Leider
stand hier nur eine 28V Ausführung zur Verfügung. Sonst
könnte das Gerät auch mit einer kräftigen 12V Batterie
betrieben werden. Ein DC/DC Konverter zur Erzeugung dieser Spannung
kann aber leicht eingebaut werden.
|
|
Rechts ganz hinten sitzt ein zweikreisiges Helixfilter
zur Unterdrückung der Oberwellen des Senders. Auch verbessert
das Filter im Empfangsfall die Weitabselektion.
Das Instrument an der Frontseite (Vollauschlag 10Ampere) misst den
Betriebsstom des PA-Moduls. Der Ruhestrom des Moduls wurde auf einen
Wert von 2A eingestellt um für den AM-Betrieb ausreichend lineare
Reserve zu haben.
|
| >Schaltplan
im PDF-Format< |
|
|
|
| Mit Helmut DJ3NF gelang ein QSL über das Relais
in München, Freimann DB0ZM sofort. Auch über das Relais
auf der Zugspitze DB0ZU wär's wohl kein Problem. Aber DB0ZU verlangt
zur Aufschaltung einen Subton. Diese Option ist im Gerät aber
nicht implementiert. Eine direkte Verbindung zwischen Sendling und
Dietersheim kam nicht zustande, b.z.w. war nur in eine Richtung (Sendling
>>> Dietersheim) möglich. |
 |
 |
|
| |
| |
|
|
| |
| |
|
|
| |
| |
|
|
| |
|
|
| |
| |
| |
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
| |
| |
| |
|
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |