leistungsstarker Sender für das 20m Band
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Der folgende Sender ist nur zum
Teil selbstgebaut. Einige wichtige Module wurden aus einem defektem Industriegerät
ausgebaut. Dieses Gerät ein Generator der Firma Hüttinger diente
einst zur Versorgung einer Sputterquelle. Solche Geräte arbeiten oft
auf der ISM-Frequenz
13,56 MHz. Die eingesetzten Verstärkerstufen sind aber meist breitbandig
und können so auch für das 20m Band (14 MHz) verwendet werden. |
| Oszillator: |
Der eingebaute
Quarzoszillator wurde still gelegt und die erste Verstärkerstufe
mit einem VFO angesteuert. Für diesen Oszillator wurde das Prinzip
des VXO ( variabler Quarzoszillator) verwendet. Hierbei wird
die ansich feste Frequenz eines Quarzoszillators durch Schaltmittel
(Spule, Kondensator) verändert. Man spricht von einem "gezogenen"
Quarzoszillator. Die dem Quarz eigene Frequenzstabilität wird
durch diese Maßnahme kaum beeinträchtigt.
Allerdings ist der Ziehbereich ziemlich klein und beträgt z.B.
bei einem 10 MHz Quarz nur etwa 10 kHz, kann also bestenfalls zu Feinabstimmung
verwendet werden.
Um einen größeren Bereich zu überstreichen ist eine
weitere Schaltung notwendig, z.B. die geniale Entwicklung von
>R. Heine DL6ZB<. Hier wird die Frequenz des gezogenen
Oszillators mit der eines Festfrequenzoszillators gemischt. Die Differenzfrequenz
dient als Referenz einer PLL die einen VFO stabilisiert. Je nach Teilung
dieser VFO-Frequenz wird somit der Variationsbereich vervielfacht.
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| Variabler
Quarzoszillator mit PLL nach Heine |
ehemaliger Quarzoszillator
mit Verstärker und Abschwächer |
| >Schaltung
im PDF-Format< |
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Am Ausgang des ersten Verstärkers befindet sich ein einstellbares
Dämpfungsglied mit Pindioden. Damit kann die Ausgangsleistung in
einem weiten Bereich eingestellt werden. Auch die Tastung des Senders
erfolgt mit dem Pindioden-Regler. Für die Tastung wurde eine elektronische
Taste (ElBug) nach einem Schaltungsvorschlag von
"R.K. Büttner" eingebaut.
Verstärker 2 und 3 sind nahezu identisch, der Unterschied besteht
in der etwas anderen Ausgangsbeschaltung mit einem größerem
Ringkern. Beide Stufen sind mit einem HF-Fet MRF 138 bestückt und
werden mit einer Gate-Vorspannung betrieben um eine linerare Verstärkung
zu ermöglichen.
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| Die Endstufe arbeitet im Gegentakt mit zwei Transistoren
HT 25-19. Im Originalgerät lieferte sie maximal 300 Watt Hochfrequenzleistung.
Wie beim zweiten und dritten Verstärker werden mit Ringkerntrafos die
Impedanzen angepasst. Ein eigener Trafo am Ausgang liefert das Signal für
die Gegenkopplung auf die beiden Gates der Transistoren. |
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| Da sich im gesamten Verstärkerzug keine Selektionsmittel befinden
folgt auf die Endstufe ein Filter welches die Oberwellen unterdrückt.
Am Eingang des Filters ist ein Power-Combiner angeordnet. Im Originalgerät
waren zwei Endstufen ( 2 x 300 Watt) eingebaut deren Ausgangsspannung hier
zusammen geführt wurden. Hier bleibt der zweite Eingang offen. |
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| Unter der Chassisplatte ist das Netzteil eingebaut. Links ein kleiner
Ringkerntrafo für Versorgung der Vorstufen. Ganz links oben die Schaltung
der elektronischen Taste. Der übrige Platz wird vom Endstufennetzteil
eingenommen. |
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Auf dem Labortisch arbeitete die VXO-Schaltung wunderbar. Ein böses
Erwachen gab es allerding beim Einbau in den Sender. Schon bei moderaten
Ausgangsleistungen wird die Schaltung stark gestört und statt
eines sauberen Signals ein ein breites Rauschband erzeugt. Auch den
Einbau in eine Abschirmbox brachte keine Verbesserung. Dazu muss aber
gesagt werden dass sich der Drehkondensator aus konstruktiven Gründen
nicht mit in die Box einbauen ließ. Dazu wären umfangreiche
mechanische Umbauten notwendig geworden.
Am Einfachsten wäre es mit einem externen Steuersender zu arbeiten.
So einer ist geplant, aber bis zur Fertigstellung wird der Sender
nun mit Kanalquarzen betrieben. Im Online-Shop der Zeitschrift >Funkamateur<
gibt es einige Quarze für den Telegrafiebereich des 20 Meter
Bandes. Statt des Drehkondensators des VXO wurde ein Drehschalter
eingebaut der die einzelnen Quarze (14,01, 14,02, 14,04, 14,05 und
14,06 MHz) auswählt.
Zusätzlich wurde noch ein 13,56 MHz Quarz eingebaut um den Sender
im ISM-Bereich als Leistungsgenerator für Ionenquellen, Sputterkanonen
e.t.c. benützen zu können. |
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Da es auch mit der "elektronischen
Taste" hin und wieder Schwierigkeiten durch HF-Einstreuung gab
wurde auch diese Schaltung neu aufgebaut. Eingesetzt wurde ein Arduino
Mini Attiny. Diese Platine in Briefmarkengröße eignet
sich sehr gut um einfache bis mittelkomplexe CMos- oder TTL-Schaltungen
bei nicht zu hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit zu ersetzen.
Rechts ein Bild der Platine. Man sieht dass nur wenige externe Bauteile
benötigt werden. |
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Eine Sendetest wurde mit einer Stabantenne von 5 Metern (ungefähr
Lamda/4) Länge unternommen. Der Antennenstrom bei voller Leistung
betrug ca. 2 Ampere. Auf der Seite
>WebSDR< wurden verschiedene Monitorstationen ausgewählt
und das Signal abgehört. Am Vormittag konnte das Signal in
im Osten, auf zwei Station in Russland und eine in der Ukraine sehr
gut gehört werden.
In anderen Ländern außerhalb der toten Zone, Skandinavien,
Italien und Spanien konnte um diese Uhrzeit nichts gehört werden.
Natürlich wurde auch die Bodenwelle getestet, mit Helmut DN1IPP,
Entfernung ca. 25 km, siehe rechts.
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Sankt Petersburg, Russland
Entfernung: 1800 km
31.1.2019, 11:15 |
Tscherepovez, Russland
Entfernung: 2100 km
31.1.2019, 11:21 |
Dnipro, Ukraine
Entfernung: 1730 km
31.1.2019, 9:36 |
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