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Testaufbau mit LD20 Klystron und RD2Md Magnetron

Auf der Ham Radio 2025 konnte eine relativ seltene Röhre erstanden werden. Es handelt sich um eine >LD20<. Ein Klystron das ein Nachbau der englischen >2K25< ist.
Natürlich wurde getestet ob die etwa 80 Jahre alte Röhre noch funktionsfähig ist.
Der Test war erfolgreich. Nach Anlegen der benötigten Spannungen war sofort das Signal bei ca. 9,5GHz auf dem Spektrumanalyzer zu sehen.
Auf dem Flohmarkt wurde auch ein kleines Magnetron >RD2Md2< gekauft. Diese Röhre ist nicht ganz so selten wie das Klystron aber auch ziemlich rar. Der Test ist nicht ganz so einfach. Neben den Betriebsspannungen braucht das Magnetron noch ein passendes Magnetfeld von ca. 140mT und ein externes Schwingsystem um zu fuktionieren.
Aber eine einfache Testschaltung ist schnell gebaut und auch diese Röhre arbeitet einwandfrei.
Um die beiden Röhren ordentlich vorführen zu können wurde ein Versorgungsteil nach alter Technik aufgebaut. Es beinhaltet auch einen Tongererator mit dem die erzeugte Hochfrequenz moduliert werden kann. Zusätzlich ist noch ein 2-stufiger NF-Verstärker eingebaut um die Signale über einen Lautsprecher hörbar zu machen.
Das Klystron LD20 benötigt neben der Heizspannung von 6,3V eine Anodenspannung von ca. 300V und eine einstellbare negative Reflektorspannung im Bereich von 0..-100V. Die Tonfrequenz von 1 kHz wird der Reflektorspannung überlagert und moduliert das HF-Signal in der Amplitude.
Das Magnetron RD2Md benötigt nur eine Heizspannung von 2V und eine Anodenspannung. Zum Betrieb wird eine Konstantstromquelle gefordert die einen Strom von 10...30mA liefert. Auch hier kann durch eine Steuerung des Betriebsstromes das HF-Signal in der Amplitude moduliert werden.
>Schaltplan im PDF-Format<
Beide Sender wurden zusammen mit den zugehörigen Empfängern auf eine Pertinaxplatte aufgebaut.
Das Klystron wurde auf einen R100- Hohlleiter aufgebaut. Im rechten Ende des Hohlleiters sitzt ein einstellbarer Kurzschlussschieber, am linke Ende ist ein kleines Hörnchen angeflanscht. Empfangen wird das 10GHz Signal mit einem Diodenempfänger. Die Mikrowellendiode DS322/1 sitzt in einem Stück Hohlleiter der ebenfalls ein Hörnchren besitzt.
Das Magnetron arbeitet auf ein Lechersystem. Die HF-Energie wird mit einer Schleife ausgekoppelt und über einen Schleifendipol abgestrahlt.
Als Empfänger dient ein kleiner um die Längsachse drehbaren Dipol zwischen dessen Schenkeln eine Germaniumdiode sitzt.
 
Ein MP4-Filmchen des Tests der Anlage. Erst wird das Klystron eingeschaltet und die richtige Einstellung für die Reflektorspannung gesucht. Wird die Hand in den Strahlengang geschoben verschwindet das Signal.
Dann folgt der Test des Magnetrons. Auch hier wird der optimale Biasstrom eingestellt.Wieder kann das Signal mit der Hand unterbrochen werden. Auch eine Drehung des Empfangsdipols um 90° lässt das Signal verschwinden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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